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Dorfmuseum


Blick in den großen Ausstellungsraum
Blick in den großen Ausstellungsraum

Das Dorfmuseum im Greifenhaus
Dr. Kupfer Str. 4


(Öffnungszeiten nach Vereinbarung bzw. an besonderen Terminen
Anmeldung Tel. 09191/7372-0)


Geschichtsstolz und Traditionsbewusstsein gaben 1969 den Anstoß zum Aufbau einer "Heimatkundlichen Sammlung" im Rathaus, die seit dem 15. Oktober 1993 als "Hausener Dorfmuseum" im Greifenhaus, einem mitten im Ort gelegenen Fachwerkbau aus dem Jahre 1836, eine bleibende Heimstatt gefunden hat. Im Laufe der Jahre hat es sich zu einem Museum ganz eigener Prägung mit einigen markanten Schwerpunkten entwickelt, die vor allem die Dorfkultur vergangener Zeiten thematisieren.

In der Eingangshalle, dem ehemaligen Kuhstall, finden die Besucher Beispiele ländlicher Wohnkultur und der überlieferten Tracht. Unter den Möbeln sind reich verzierte Truhen im Stil der Renaissance (um 1680) und Bauernmöbel des 19. Jahrhunderts, des weiteren gibt es allerlei Hausrat aus Holz, Keramik und Metall zu sehen.

handgeschriebenes Gebetbuch (18. Jahrhundert)
handgeschriebenes Gebetbuch (18. Jahrhundert)

Hausen ist einer der bekanntesten Trachtenorte des Forchheimer Landes. Und das war schon vor 150 Jahren so: 1842 wurde ein Hausener Trachtenpaar zur Hochzeit des Kronprinzen nach München geladen; 1855 schlug der Innenminister dem König vor, die Gemeinde Hausen für die Trachtenpflege besonders auszuzeichnen. Im Museum wird die Frauentracht an fünf lebensgroßen Figuren präsentiert; von der sehr viel früher abgelegten Männertracht wird eine Reihe von Einzelteilen gezeigt. Ein Raum ist der Ortsgeschichte gewidmet. Ausgestellt sind Vorgeschichtsfunde, Glasmalereien aus der Renaissance, Dokumente des Alltags, historische Ansichten des Ortes und vieles andere. Das Modell eines Wasserschöpfrades, Originalteile alter Räder und Bilder erinnern daran, dass Hausen bis in die zwanziger Jahre die meisten Schöpfräder im deutschen Sprachraum besaß. Vom Museumsgebäude selbst stammen die geschnitzte Haustüre von 1836 und eine Anzahl Feierabendziegel.

Madonna mit Engeln aus der "Obenauf`s-Kapelle"
Madonna mit Engeln aus der "Obenauf`s-Kapelle"

Vorbei an Steinplastiken aus der Barockzeit gelangt man in einen der Volksfrömmigkeit gewidmeten Ausstellungsraum. Gezeigt werden Skulpturen und Bilder mit religiöser Thematik sowie zahlreiche Gegenstände frommen Brauchtums: Krippenfiguren, verzierte Wachsstöcke, Andachtsbildchen, Amulette und anderes mehr. Als Attraktion des Hausener Dormuseums darf eine Sammlung handgeschriebener und -gemalter Gebetbücher gelten, die in Hausen und den umliegenden Dörfern entstanden sind und hier im Gebrauch waren. Mit ihren leuchtendfarbigen Illustrationen, Schriften und Randverzierungen erinnern die im 18. und 19. Jahrhundert von einfachen Leuten, teilweise von Kindern, geschriebenen Bücher ein wenig an mittelalterliche Handschriften. Im kleinsten Raum des Museums finden sich nicht nur Fotoserien von Fronleichnamsprozessionen vergangener Zeiten, sondern auch eine Schautafel mit "papierenen Kuriositäten", die Schlaglichter auf Weltgeschichte und Dorfleben im 20. Jahrhundert werfen: Wahlzettel aus den zwanziger und den dreißiger Jahren, ein Flugblatt der Alliierten von 1945, die ersten DM-Geldscheine von 1948 und vieles andere.

Das "Dorfmuseum im Greifenhaus"

lohnt einen Besuch - wir laden Sie dazu herzlich ein.



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Gemeinde Hausen
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